Ein Sommer voller Songs

Wenn man als Songtexterin arbeitet, gibt es diese besonderen Momente, in denen aus einer Idee auf dem Papier plötzlich ein fertiger Song wird. Wenn eine Künstlerin den eigenen Text singt, er im Radio läuft und Menschen ihn hören, mitsingen oder streamen.
Genau für diese Momente schreibt man.
Und 2026 hat davon bisher einige für mich bereitgehalten.
Ein besonderes Highlight ist „Nicht dein Märchen“ von Lyane Hegemann. Der Song ist im Mai erschienen und hat inzwischen die Marke von insgesamt 275.000 Streams deutlich überschritten. Dazu kamen schöne Platzierungen in den DDP- und DJ-Hitparade-Charts.
Im August folgte dann die Veröffentlichung von Lyane Hegemanns Album „Glücksritter“ – mit gleich zwei Texten von mir: „Nicht dein Märchen“ und „Gutes Karma“.
Zwei Songs auf einem Album zu haben, ist für mich etwas Besonderes. Vor allem, weil hinter jedem dieser Titel eine eigene Geschichte, eine eigene musikalische Idee und natürlich ganz viele Menschen stecken, die aus einem Text am Ende einen fertigen Song machen.
Und auch bei Gaby Baginsky durfte ich mich über eine Veröffentlichung freuen. „Die ganz große Show“ ist inzwischen nicht nur im Radio unterwegs, sondern war im September auch im „Schlager-Spaß mit Andy Borg“ zu sehen und zu hören.
Und gestern kam dann die Nachricht, über die ich mich ganz besonders gefreut habe:
Platz 1 im Radio Schlagerparadies für „Die ganz große Show“.
Natürlich sind solche Platzierungen ein Ziel, wenn man Songs schreibt. Man arbeitet nicht jahrelang an Hooks, Geschichten, Bildern und jeder einzelnen Zeile, um sie anschließend in der Schublade verschwinden zu lassen.
Aber wenn ein Song dann tatsächlich diesen Weg nimmt, ist es trotzdem etwas Besonderes.
Weitere schöne Nachrichten gab es in diesem Jahr ebenfalls: Martin Juens „Warum du?“ erreichte Platz 1 der Member Charts bei Pias Kultradio. Steffen Jürgens gelang mit „Noch nicht angekommen“ der höchste Neueinstieg in die DJ Hitparade; auch der Once&Twice!-Remix des Titels kommt gut an.
Und während ich das alles gerade einmal für mich sortiere, geht das Jahr einfach weiter.
Denn 2026 ist noch nicht vorbei. Im Gegenteil: Für die kommenden Monate stehen bereits weitere spannende Veröffentlichungen und Projekte an – darunter auch einige Namen, über die ich mich ganz besonders freue.
Mehr darf ich an dieser Stelle noch nicht verraten.
Was ich aber sagen kann: Es macht unglaublich viel Freude zu sehen, dass sich die Arbeit der vergangenen Jahre immer stärker in konkreten Veröffentlichungen wiederfindet.
Songwriting ist schließlich ein ziemlich geduldiges Geschäft. Man schreibt einen Text, gibt ihn weiter und weiß manchmal erst viel später, welchen Weg er nimmt.
Manche Songs bleiben lange liegen.
Manche werden weiterentwickelt.
Und manche landen irgendwann im Radio auf Platz 1.
2026 hat mir bisher gezeigt, dass sich Geduld, Hartnäckigkeit und ganz viel Liebe zum Detail lohnen können.
Dafür bin ich dankbar.
Dankbar für die Künstlerinnen und Künstler, die meinen Texten ihre Stimme geben. Für Komponisten, Produzenten und alle Menschen, mit denen ich an Songs arbeiten darf. Und natürlich für alle, die die Musik hören, streamen, im Radio einschalten oder einfach sagen: „Den Song kenne ich!“
Denn genau darum geht es am Ende:
Aus Worten sollen Songs werden. Und aus Songs sollen Geschichten entstehen, die irgendwo ankommen.
2026 ist auf jeden Fall noch lange nicht zu Ende.
Und ich freue mich sehr darauf, zu sehen, welche Geschichten noch auf die Reise gehen.
Danke an alle, die ein Teil davon sind. ❤️
Eure Steffi



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